Meine Strategie_2

Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass der Kern meiner Strategie, das Bescheid-Wissen über das Unternehmen / Investment ist. Kaufe nur, was du verstehst. Wer damit beginnt, nur Unternehmen zu kaufen, deren Geschäftsmodell er wirklich – ideentechnisch und rechnerisch – versteht, der bemerkt, dass es nur anfänglich viel Arbeit ist.

 

“Wer Wiederholungen nutzt, der wiederholt nicht, sondern er baut auf Bestehendem auf”

 

Sie alle kennen meine Meinung: Wer nicht mal die Zeit und die Energie hat versch. Anbieter zu vergleichen, der wendet sich am besten an einen, für den Vermögensaufbau spezialisierten Drittanbieter, oder standardisierte Vorgehen (Berichte nach unten scrollen, dann kommen verlinkte Aufstellungen).

Selber machen braucht immer Zeit. Egal ob es mehr oder weniger Zeit ist, es braucht Zeit. Das Geschäftsmodell eines Unternehmens zu verstehen ist Arbeit. Das Umfeld zu verstehen ist Arbeit. Das tragende Finanzsystem, als Basis jedes Investments zu verstehen, ist Arbeit.

Kurz gesagt: Wenn es wie im März – oder wie es eben immer wieder passiert – zu einem starken Rücklauf der Kurse kommt, dann sind sie als Investor, der grössere Beträge in einem Unternehmen investiert hat, froh zu verstehen, was da geschieht.

Wie es sich auf das Geschäft auswirkt, wie es sich in früheren Krisen verhalten hat und was daraus geworden ist. Wer gelernt hat sich über die Zeiten ein Bild zu machen, der macht sich auch ein Bild. Und er wird vor allem auch eigenständig darauf aufbauen.

Dafür braucht es eine funktionelle und eigenständige Strategie, gepaart mit viel Erfahrung, Können und gutem Stehvermögen. Unten nochmals eine grobe Aufstellung, was eine wirklich durchdachte Strategie alles beinhalten sollte:

 


Was beinhaltet eine funktionelle Strategie:

  • 1. Depotstrategie
  • 2. Kauf- und Verkaufsstrategie
  • 3. Bargeldmanagement
  • 4. Diversifikation/Speichen

 

1. Depotstrategie:

  • Was ist im Depot, wie viel, und wie lange,
  • Plus Festlegung aller psychischen und emotionalen Verhalten, die förderlich für das Depot sind,
  • Und, welche Verhalten es zu unterlassen gilt.

2. Kauf- und Verkaufsstrategie:

  • Wann kaufe ich:
  • An einem prozyklischen (oberen) Triggerpunkt,
  • An einem antizyklischen (unteren) Tiefpunkt,
  • Mit einem regelmässigen System,
  • Innerhalb der Charttechnik (RSI-Strategie).
  • Warum kaufe ich:
  • Weil der Wert angemessen oder unterbewertet ist,
  • Weil mein regelmässiges System wieder kaufen muss,
  • Weil es charttechnisch (RSI) günstig ist.
  • Wann verkaufe ich:
  • Sicher im Gewinn. Tönt blöd? Die meisten konditionieren sich unbewusst aus Angst, leider immer vermehrt auf Negativ, auf Verkaufen im Verlust,
  • Warum verkaufe ich:
  • Weil der Wettbewerbsvorteil des Unternehmens nicht mehr gegeben ist,
  • Das Unternehmen Krebs hat (unheilbar krank ist),
  • Oder weil das Unternehmen super gut gelaufen und extrem überbewertet ist.

3. Bargeldmanagement:

  • Wie viel Bargeld ist immer draussen, für Chancen,
  • Oder ist kein Bargeld draussen und ich bin – für alle Geschehnisse strategisch diversifiziert – und folglich auch voll investiert,
  • Wann baue ich Positionen ab und Bargeld auf,
  • Wann baue ich Positionen auf und Bargeld ab,
  • Wo kommt neues Bargeld, neben dem Bestehenden her,
  • Wie sehen die regelmässigen Zuflüsse aus
  • Und wie stabil sind sie.

4. Diversifikation/Speichen:

  • Wie viel Diversifikation ist möglich,
  • Wie sieht meine Diversifikation aus,
  • 3-Speichen Regel,
  • Bargeld/Aktien – Immobilien – Edelmetalle – Anleihen,
  • Jedes zu seiner Zeit übergewichten und regelmässig rebalancen,
  • Klare Vermögenspyramide entwerfen,
  • Und Vermögenswachstum und Vermögenserhalt über Generationen,
  • Und schlussendlich gleich nochmal: Vermögenserhalt, Vermögenserhalt, Vermögenserhalt, gepaart mit einer angemessenen Rendite.

 

Das Vorgehen beinhaltet gewisse Überschneidungen und parallele Prozesse, die mit der Zeit so selbstverständlich werden, dass sie einem einfach ins Blut übergehen. Das setzt aber voraus, dass Sie es…

 

  • Wirklich selber machen wollen,
  • Dass Sie, es über lange Zeit (20Jahre) selber machen,
  • Dass es Ihnen gefällt, das selber zu tun und nicht weil Sie es “müssen”, oder weil der Staat und die Banken eh bald “zusammenbrechen”??,
  • Dass Sie keine Arbeit scheuen,
  • Und dass Sie diese Arbeit zu Ihrem Hobby machen (Sicher ein Abend pro Woche),
  • etc., etc.

 

Mit Überschneidungen und parallelen Prozessen, meine ich:

 

  • Sie müssen z. Bsp. erst mal den SMI / SLI anschauen > Was glaube ich zu verstehen?
  • Dann müssen Sie parallel dazu schon mal eine Beobachtungsliste einrichten mit allen Unternehmen, die Sie auf dieser Basis kaufen wollen,
  • Dann müssen Sie sich in das erste Geschäftsmodell, den ersten Geschäftsbericht einarbeiten,
  • Parallel dazu werden die bilanzielle Situation, die Bilanzzahlen und die entsprechenden Kennzahlen aufbereitet,
  • Sie beginnen spezielle, interaktive Formulare und Tabellen zu erstellen, die abgespeichert und jährlich wieder verwendet werden (Sind auf der 5vor12 Website, einfach herunterladen),
  • Danach schauen Sie sich die Konkurrenzsituation an,
  • Dann machen Sie sich immer wieder Gedanken, was Sie tun würden als Unternehmer, oder wenn das Unternehmen Ihnen gehören würde,
  • Danach kommen die gezielten Risiken des Unternehmens, oder des Investments > Verstehe ich sie, kann ich sie dadurch eingehen, was heisst das für mich?,
  • Dann das Management, wie sind die menschlichen und führungsspezifischen Eigenschaften, etc.
  • Dann Irgendwann, müssen Sie das ganze mal wieder setzen lassen, dann kommt das nächste Unternehmen,
  • Wieder genau das gleiche wie beim ersten,
  • Dann wenn sich die Daten gesetzt haben (Ganze Vorgehensmöglichkeit im Lernprogram) , wieder zurück zum ersten Unternehmen und die Gesamtanalyse abschliessen,
  • Dann wieder das zweite, das dritte, das vierte etc. etc.

 

Sie sehen, wer mit System vorgeht, der macht nicht immer wieder die gleichen Arbeiten, sondern er lernt dazu. Er macht natürlich immer wieder die gleichen Arbeiten über: Lesen von Geschäftsberichten, Lesen von Bilanzen, Rechnen von Kennzahlen, Rechnen von bilanziellen Zusamenhängen, Ausfüllen und Erstellen von Analysetabellen, Kennzahlentabellen, Durchdenken von Analysen etc.

Es bleibt aber nicht immer die gleiche Arbeit. Sie lernen dazu. Sie werden schneller, viel schneller. Sie werden effizienter, Sie erkennen Parallelen zu anderen Analyse-Situationen, Sie beginnen immer mehr selber zu denken und sich selber zu trauen.

Und genau das ist das Entscheidende. Sie bekommen Selbstvertrauen im Tun. Sie erkennen mit jedem Geschäftsmodell, mit jedem Unternehmen, wo Sie sich einarbeiten, wie ein Unternehmer mal gedacht hat.

Und zuletzt, irgendwann haben Sie alle Unternehmen, die Sie glauben zu verstehen durchgearbeitet. Dann stehen Sie plötzlich da und haben wie nichts mehr zu tun. Dann wird alles sehr einfach. Und der ganze “Aufwand” hat sich mehr als gelohnt.

Zum Glück, gibt es da noch einen Dow Jones, S&P 500, Nasdaq 100, Dax etc. Wer die Basis drin hat, investiert ist, Erfahrungen macht, Börse mit allem Drum und Dran wirklich miterlebt, der bekommt einen eigenen Stand.

Geschäftsmodelle sind sichtbar gemachte unternehmerische Gedanken. Philip Fisher, dessen Fokus-Strategie und Vorgehen ich/wir innerhalb unsere Familie schon seit Generationen in unserem Langfrist-Portofolio anwenden, hat einmal gesagt:

 

“An der Börse machen Leute mit Erfahrung eine Menge Geld, und Leute mit einer Menge Geld machen Erfahrungen”

 

Aktien von einem Unternehmen zu kaufen, ohne sich die Zeit zu nehmen, ein gründliches Verständnis für das Unternehmen zu entwickeln, ist wesentlich riskanter als eine geringe Diversifikation.

Gerade in Zeiten wie diesen, wo die Überschuldungen der Staaten, das Handeln der Notenbanken etc., einen baldigen Systemwechsel – innerhalb unseres Finanzsystems – überhaupt nicht mehr ausschliessen, bin ich sehr beruhigt zu wissen, was ich da tue, was und warum ich, aus welchen Gründen, im Depot habe.

Wer weiss, was er tut, der weiss eben, was er tut. der Rest sind nur Versprechungen. Strategie ist das A und O an der Börse. Wer eigenes Geld selber anlegen will, der wird immer auf Arbeit stossen und wenn er nur mit sogenannt einfachen Methoden wie: KGV, KBV und KCV arbeitet.

Ich war immer jemand, der es “selber machen wollte”. Schon seit Kind und in allen Lebensbereichen. Ich habe auch früh gelernt, dass “Nerven verbrauchen” auch Arbeit ist. Darum fiel meine Wahl auf einen soliden Grundstock, der mich im Sturm stützt und trägt.

Egal, ob es mehrere Asset-Portofolios sind wie bei uns, ob ein eifaches Beginner-Depot, 12 Goldvreneli, einige Gold- und Silberbarren, ein selbstverwaltetes Rentendepot, oder eine Auslagerung an eine Drittlösung. Schauen Sie zu Ihren “Werten”.

Das ist Ihr erarbeitetes und sichtbargemachtes Jagen und Sammeln. Ihre materialisierten Begabungen und Anlagen. Ihre zu Form gewordene Liebe zu einem Tun, das in Werten in Erscheinung getreten ist. Um Ihnen eine (hoffentlich) noch “menschliche” Zukunft im Alter zu ermöglichen.

 

“Vermögensaufbau und Vermögenserhalt ist – IMMER – Chefinnen und Chef-Sache” Klaro?

 

Sie / wir sehen und erleben gerade, wie schnell Zeiten sich ändern können. Viele wären froh, hätten sie früh damit begonnen Reserven konsequent und bewusst aufzubauen. Lernen Sie nicht erst durch Schmerz, lernen Sie durch Schlauheit und praktische Notwendigkeit.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine starke Gesundheit, einen sehr klaren Durchblick, viel Sonne im Herzen und ein ganz erholsames Wochenende,… und wie immer…

Weiterhin viel Erfolg beim Investieren, Nachdenken und beim Vermögensaufbau. Denken Sie viel über Ihr strategisches Vorgehen nach, es lohnt sich.

Herzlichst der 5vor12

Mehr zu unserer Strategie im Buch: 5vor12 – Das Aktien Investing Lernprogramm.

P.S. Wer daran interessiert ist, sein Vermögen früh und über solide Unternehmensbeteiligungen aufzubauen, sich das Wissen aber nicht alleine aneignen möchte, der findet in unserem 5vor12 – Basiskurs kompetente Unterstützung.

 

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